Satzung

"Verein zur Förderung des Jugendsports im Rahmen der Entwicklungshilfe (Skateistan) e.V."

Präambel

"Skateistan e.V." ist ein gemeinnütziger Verein, der sich aus Sportlern, Jugendlichen, Kulturentwicklern, Unternehmern und Investoren zusammensetzt, die sich dem Gedanken des "Social Entrepreneurships" verschrieben haben. Der Zweck ist weltweit Sport- und Freizeitangebote so zu fördern oder selbst zu betreiben, dass nachhaltige Entwicklung, kulturelle Verständigung und menschenwürdige Bildung entstehen kann. Dabei orientiert sich der Verein an den Grundwerten Ökologie, Demokratie, Gleichberechtigung, Gewaltfreiheit und Menschenwürde.

§ 1 Name, Sitz, Geschäftsjahr

(1) Der Verein führt den Namen "Verein zur Förderung des Jugendsports im Rahmen der Entwicklungshilfe (Skateistan) e.V." Er soll in das Vereinsregister eingetragen werden. Nach der Eintragung führt er den Zusatz "e.V."

(2) Sitz des Vereins ist Berlin.

(3) Das Geschäftsjahr des Vereins ist das Kalenderjahr.

§ 2 Zweck des Vereins

(1) Der Zweck des Vereins ist es, weltweit zur Sport- und Freizeitgestaltung so zu fördern, dass nachhaltige Entwicklung, kulturelle Verständigung und menschenwürdige Bildung entstehen kann.

(2) Dieser Zweck wird insbesondere verwirklicht durch

  • die weltweite Unterstützung von Projekten, die die sportliche Betätigung und Freizeitgestaltung von Kindern und Jugendlichen fördern und Sport als Instrument nutzen, um mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten - insbesondere im Rahmen des Baus von Skate- und Freizeitparks in Afghanistan (Kabul, Masar-e Sharif, Bamyan)
  • Bereitstellung der notwendigen Ausrüstung und Einrichtung (Rampen, Skateboards, Schutzbekleidung, etc.).
  • Förderung von Projekten, die sich um den Aufbau bzw. Wiederaufbau von Sport- und Freizeitkultur an benachteiligten Orten dieser Welt kümmern.
  • die Organisation von Benefizveranstaltungen auf der ganzen Welt.
  • Förderung eines interkulturellen Austauschs zwischen unterschiedlichen Kulturen, um sich besser zu verstehen und Vorurteile abzubauen.
  • Förderung der Präsentation, Herstellung und Vermarktung unterrepräsentierter Sport- und Freizeitprojekte in anderen Ländern.
  • Förderung des Aufbaus von Fortbildungsangeboten in Anlehnung an die geäußerten Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen (bsp. Sprachen, Grafikdesign, Fotografie, etc.)
  • Förderung anderer Initiativen und Menschen, die Sport- und Freizeitprojekte mit ähnlichen Zielen verfolgen.

(3) Der Verein sammelt finanzielle Mittel, Sachmittel und Kompetenzen für Projekte und Veranstaltungen, die dem Vereinszweck dienen, und stellt diese solchen Projekten zur Verfügung.

(4) Der Verein tritt selbst als Betreiber von Sport- und Freizeiteinrichtungen auf, die den o.g. Kriterien des Vereinszwecks entsprechen.

(5) Der Verein kann seinen Zweck auch dadurch erfüllen, dass er andere Organisationen und Einrichtungen unterstützt, die in gemeinnütziger Weise dem Vereinszweck entsprechende Ziele verfolgen.

(6) Der Verein kann ein Gremium bestimmen, das über die Auswahl von Projekten entscheidet.

(7) Für die Erfüllung dieser satzungsmäßigen Zwecke sollen geeignete Mittel durch Beiträge, Spenden, Zuschüsse und sonstige Zuwendungen eingesetzt werden.

§ 3 Gemeinnützigkeit

(1) Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige, steuerbegünstigte Zwecke im Sinne der §§ 51 - 68 der Abgabenordnung.

(2) Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Alle Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden. Er darf keine juristische oder natürliche Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Unterstützungen, Zuwendungen oder Vergütungen begünstigt werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

(3) Der Verein verpflichtet sich, den eigenen Verwaltungsaufwand so gering wie möglich zu halten, alle Mittel sparsam und wirtschaftlich zu verwenden, sowie jährlich einen Bericht über die Verwendung mit Einnahmen und Ausgabenrechnung und Stellenentwicklung zu veröffentlichen.

(4) Zuwendungen an den Verein, insbesondere aus zweckgebundenen Mitteln einer öffentlichen Einrichtung, dürfen nur für die vorgeschriebenen Zwecke verwendet werden.

§ 4 Mitgliedschaft

(1) Mitglied kann jede natürliche oder juristische Person werden.
 
Für die Mitgliedschaft von Kindern und Jugendlichen ist eine schriftliche Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten notwendig.

(2) Die Mitglieder sind berechtigt, an allen angebotenen Veranstaltungen des Vereins teilzunehmen. Sie haben darüber hinaus das Recht, gegenüber dem Vorstand und der Mitgliederversammlung Anträge zu stellen. In der Mitgliederversammlung kann das Stimmrecht nur persönlich ausgeübt werden. Von diesem Grundsatz kann in begründeten Ausnahmefällen abgewichen werden, wenn sich ein Mitglied zum Zeitpunkt der Mitgliederversammlung im Ausland befindet und die Anreise unzumutbar wäre. Das Stimmrecht kann dann auch über eine Videokonferenzschaltung (z.B. Skype) ausgeübt werden.

(3) Die Mitglieder sind verpflichtet, den Verein und den Vereinszweck – auch in der Öffentlichkeit – in ordnungsgemäßer Weise zu unterstützen.

(4) Die Mitgliedschaft muss gegenüber dem Vorstand schriftlich beantragt werden. Über den schriftlichen Aufnahmeantrag entscheidet der Vorstand mit einfacher Stimmenmehrheit. Der Vorstand ist nicht verpflichtet, Ablehnungsgründe dem/der Antragsteller/in mitzuteilen.

(5) Die Mitgliedschaft endet durch freiwilligen Austritt, Ausschluss, Tod des Mitglieds oder Verlust der Rechtsfähigkeit bei juristischen Personen.

(6) Die freiwillige Beendigung der Mitgliedschaft muss durch schriftliche Kündigung zum Ende des Geschäftsjahrs unter Einhaltung einer dreimonatigen Frist gegenüber dem Vorstand erklärt werden.

(7) Der Ausschluss eines Mitglieds mit sofortiger Wirkung und aus wichtigem Grund kann dann ausgesprochen werden, wenn das Mitglied in grober Weise gegen die Satzung, Ordnungen, den Satzungszweck oder die Vereinsinteressen verstößt. Über den Ausschluss eines Mitglieds entscheidet der Vorstand mit einfacher Stimmenmehrheit. Dem Mitglied ist unter Fristsetzung von zwei Wochen Gelegenheit zu geben, sich vor dem Vereinsausschluss zu den erhobenen Vorwürfen zu äußern.

(8) Bei Beendigung der Mitgliedschaft, gleich aus welchem Grund, erlöschen alle Ansprüche aus dem Mitgliedsverhältnis. Eine Rückgewähr von Beiträgen, Spenden oder sonstigen Unterstützungsleistungen ist grundsätzlich ausgeschlossen. Der Anspruch des Vereins auf rückständige Beitragsforderungen bleibt hiervon unberührt.

§ 5 Mitgliedsbeiträge 

(1) Für die Höhe der jährlichen Mitgliederbeiträge, Förderbeiträge, Aufnahmegebühren, Umlagen, ist die jeweils gültige Beitragsordnung maßgebend, die von der Mitgliederversammlung beschlossen wird.

§ 6 Organe des Vereins Organe des Vereins sind

  1. die Mitgliederversammlung
  2. der Vorstand.

§ 7 Mitgliederversammlung

(1) Oberstes Organ des Vereins ist die Mitgliederversammlung, sie hat insbesondere folgende Aufgaben:

  • Die Jahresberichte entgegenzunehmen und zu beraten,
  • Rechnungslegung für das abgelaufene Geschäftsjahr,
  • Entlastung des Vorstands,
  • Alle drei Jahre den Vorstand zu wählen,
  • über die Satzung, Änderungen der Satzung sowie die Auflösung des Vereins zu bestimmen,
  • den Kassenprüfer zu wählen, der weder dem Vorstand noch einem vom Vorstand berufenen Gremium angehört und nicht Angestellter des Vereins sein darf.

(2) Eine ordentliche Mitgliederversammlung wird vom Vorstand des Vereins nach Bedarf, mindestens aber einmal im Geschäftsjahr, nach Möglichkeit im ersten Halbjahr des Geschäftsjahrs, einberufen. Die Einladung erfolgt 1 Monat vor der Mitgliederversammlung per Mail und auf dem Postweg durch den Vorstand mit Bekanntgabe der vorläufig festgesetzten Tagesordnung.

(3) Die Tagesordnung der ordentlichen Mitgliederversammlung hat insbesondere folgende Punkte zu umfassen:

  • Bericht des Vorstands,
  • Bericht des Kassenprüfers,
  • Entlastung des Vorstands,
  • Wahl des Vorstands (im Wahljahr)
  • Wahl eines Kassenprüfers (nach Ablauf des Turnus)
  • Genehmigung des vom Vorstand vorzulegenden Haushaltsvoranschlags für das laufende Geschäftsjahr,
  • Festsetzung der Beiträge/Umlagen für das laufende Geschäftsjahr bzw. zur Verabschiedung von Beitragsordnungen,
  • Beschlussfassung über vorliegende Anträge.

(4) Anträge der Mitglieder zur Tagesordnung sind spätestens zwei Wochen vor der Mitgliederversammlung beim Vereinsvorstand schriftlich einzureichen. Nachträglich eingereichte Tagesordnungspunkte müssen den Mitgliedern rechtzeitig vor Beginn der Mitgliederversammlung mitgeteilt werden. Spätere Anträge – auch während der Mitgliederversammlung gestellte Anträge – müssen auf die Tagesordnung gesetzt werden, wenn in der Mitgliederversammlung die Mehrheit der erschienenen stimmberechtigten Mitglieder der Behandlung der Anträge zustimmt (Dringlichkeitsanträge).

(5) Der Vorstand hat eine außerordentliche Mitgliederversammlung unverzüglich einzuberufen, wenn es das Interesse des Vereins erfordert oder wenn mindestens ein Drittel der stimmberechtigten Vereinsmitglieder dies schriftlich unter Angabe des Zwecks und der Gründe verlangt.

(6) Der Vorstand oder sein Stellvertreter leitet die Mitgliederversammlung. Die Mitgliederversammlung wählt zu Beginn ihrer Sitzung eine/n Versammlungleiter/In und einen Protokollführer.

(7) Beschlüsse der Mitgliederversammlung werden in einem Protokoll innerhalb von einem Monat nach der Mitgliederversammlung niedergelegt und von zwei Vorstandsmitgliedern unterzeichnet. Das Protokoll wird per E-Mail an alle Mitglieder verschickt oder kann in der Geschäftsstelle eingesehen werden.

§ 8 Stimmrecht/Beschlussfähigkeit

(1) Stimmberechtigt ist jedes ordentliche Mitglied. Jedes Mitglied hat mit Vollendung des 16. Lebensjahrs eine Stimme, die nur persönlich ausgeübt werden darf.

(2) Die Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Anzahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig, wenn Einladungen satzungsgemäß verschickt worden sind.

(3) Die Mitgliederversammlung fasst ihre Beschlüsse mit einfacher Mehrheit. Stimmenthaltungen bleiben außer Betracht. Bei Stimmengleichheit gilt der gestellte Antrag als abgelehnt.

(4) Abstimmungen in der Mitgliederversammlung erfolgen offen durch Handaufheben oder Zuruf. Eine geheime Abstimmung erfolgt dann, wenn diese von mindestens 1/3 der anwesenden Mitglieder gefordert wird.

(5) Für Satzungsänderungen und Beschlüsse zur Auflösung des Vereins ist eine Dreiviertel-Mehrheit der erschienenen Stimmberechtigten erforderlich.

§ 9 Vorstand

(1) Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:

  • ein Vorsitzender
  • zwei stellvertretende Vorsitzende
  • ein Schatzmeister
  • ein Schriftführer

Jedes Vorstandsmitglied ist gerichtlich und außergerichtlich allein vertretungsberechtigt.

(2) Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für die Dauer von 3 Jahren gewählt. Die unbegrenzte Wiederwahl von Vorstandsmitgliedern ist zulässig. Nach Fristablauf bleiben die Vorstandsmitglieder bis zum Antritt ihrer Nachfolger im Amt.

(3) Der Vorstand leitet verantwortlich die Vereinsarbeit. Er kann sich eine Geschäftsordnung geben und kann besondere Aufgaben unter seinen Mitgliedern verteilen oder Ausschüsse für diese Aufgaben einsetzen.

(4) Die Vorstandschaft beschließt mit einfacher Stimmenmehrheit. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens drei Mitglieder anwesend sind oder schriftlich zustimmen. Bei Stimmengleichheit gilt der Antrag als abgelehnt.

(5) Beschlüsse des Vorstands werden in einem Sitzungsprotokoll niedergelegt und von mindestens zwei vertretungsberechtigten Vorstandsmitgliedern unterzeichnet.

(6) Scheidet ein Vorstandsmitglied vor Ablauf seiner/ihrer Wahlzeit aus, ist der Vorstand berechtigt, ein kommissarisches Vorstandsmitglied zu berufen. Auf diese Weise bestimmte Vorstandsmitglieder bleiben bis zur nächsten Mitgliederversammlung im Amt.

§ 10 Kassenprüfer

(1) Über die Jahresmitgliederversammlung ist ein Kassenprüfer für die Dauer von 2 Jahren zu wählen. Die Kassenprüfer haben die Aufgabe, Rechnungsbelege sowie deren ordnungsgemäße Verbuchung und die Mittelverwendung zu prüfen und dabei insbesondere die satzungsgemäße und steuerlich korrekte Mittelverwendung festzustellen. Die Prüfung erstreckt sich nicht auf die Zweckmäßigkeit der vom Vorstand getätigten Aufgaben. Die Kassenprüfer haben die Mitgliederversammlung über das Ergebnis der Kassenprüfung zu unterrichten.

§ 11 Satzungsänderungen

(1) Die Mitgliederversammlung kann Änderungen der Vereinssatzung oder der Vereinszwecke beschließen, wenn sie mit entsprechender Tagesordnung und mit schriftlicher Begründung eines solchen Antrages eingeladen wurde.

(2) Satzungsänderungen bedürfen der Zustimmung von 3/4 der erschienenen Mitglieder in der Mitgliederversammlung. Zur Änderung des Zweckes des Vereins ist die Zustimmung von 3/4 aller Mitglieder erforderlich. Redaktionelle Änderungen der Satzung werden dem Vorstand übertragen. Hierbei ist Einstimmigkeit des ändernden Beschlusses im Vorstand erforderlich.

§ 12 Auflösung des Vereins

(1) Bei Auflösung des Vereins/Wegfall der steuerbegünstigten Zwecke ist das Vereinsvermögen an die Betterplace gemeinnützige Stiftungs-GmbH in Berlin zu übertragen, die es ausschließlich und unmittelbar für gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke zu verwenden hat. Beschlüsse über die künftige Verwendung des Vermögens dürfen erst nach Einwilligung durch das Finanzamt ausgeführt werden.

(2) Als Liquidatoren werden die im Amt befindlichen vertretungsberechtigten Vorstandsmitglieder bestimmt, soweit die Mitgliederversammlung nichts anderes abschließend beschließt. Vorstehender Satzungsinhalt wurde von der Gründungsversammlung am 5. April 2009 beschlossen.